Informationen für Eltern und Schwangere
Das eine Geburt mit Schmerzen verbunden ist, macht vielen werdenden Müttern Angst. Jedoch empfindet jede Frau anders. Es gibt Mütter denen der Wehenschmerz nichts oder nur wenig ausmacht, aber auch Frauen sie den Schmerz als unerträglich empfinden. Um die Schmerzen zu lindern gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Natürliche Schmerzlinderung:
Als Mutter wird man ermuntert sich viel zu Bewegen. Treppen zu steigen und herumzulaufen. Durch die Bewegung wird der Druck auf den Muttermund, durch das Köpfchen, größer und die Geburt geht häufig schneller voran.
Wannenbad:
Viele Frauen empfinden ein Bad im warmen Wasser als sehr entspannend. Das warme Wasser fördert die Wehentätigkeit, wirkt aber gleichzeitig ein bisschen schmerzlindernd. Sehr häufig bevorzugen Frauen daher eine Wassergeburt! Es kann aber auch passieren das man sich zu sehr dabei entspannst und die Wehen somit zurück gehen , dann muss man leider aus der Wanne raus.
Homöopathische Mittel:
Homöopathische Mittel sind meist auf pflanzlicher Basis, haben daher kaum Nebenwirkungen und beeinträchtigen der Geburtsverkauf dadurch nicht! Jedoch müssen die Mittel genau auf Sie abgestimmt sein um eine Wirkung zu erzielen.
Akkupunktur:
Feine Nadeln werden ca. 3 mm weit in die Haut eingestochen, man merkt fast nichts davon. Die Nadeln stimulieren bestimmte Punkte, welche das Ausschütten von Körpereigenen Schmerzmitteln (Endorphine) fördert.
Spasmoytika:
Spasmoytika sind krampflösende Medikamente. Verarbeitet werden diese in Form von Zäpfchen oder mit Spritzen. Gerade wenn eine Geburt sehr lange dauert, können diese Medikamente sehr entspannend wirken.
Pudendusblock:
Ein Betäubungsmittel wird in der Nähe des Steißbeins gespritzt. Dadurch werden die Nerven im Genitalbereich betäubt.
Peridural-Anästhesie kurz PDA:
Seit über 10 Jahren gibt es für die werdende Mutter die Möglichkeit sich die Geburt durch eine PDA erleichtern zu lassen! Wenn sich der Muttermund 4 cm geöffnet hat, hat die werdende Mutter die Möglichkeit sich durch eine PDA die Geburtsschmerzen weitestgehend nehmen zu lassen. Bei einer PDA wird ein Katheter in den Perldualraum (einen Bereich in der Wirbelsäule, NICHT in das Rückenmark!!!) eingeführt und ein Schmerzmittel eingeführt. Das einführen des Katheters ist schmerzfrei und die Mutter spürt nur einen starken Druck am Rücken. In vielen Krankenhäusern bekommt die Mutter ein kleines Gerät in die Hand, mit dem man selbst entscheiden kann, wann die Dosierung erhöht werden muss. Eine Überdosierung ist nicht möglich, da das Gerät so eingestellt ist, dass erst nach einer bestimmten Zeit wieder Medikamente durch den Katheter fließen! Die Wehen spürt man dann noch als starken Druck.
Dammschnitt:
Ein Dammschnitt wird gemacht, um einen schwierigen Geburtsvorgang zu erleichtern, beispielsweise im Falle einer Steißgeburt oder bei Vakuum- oder Zangengeburten. Der natürliche Riss kann nicht so gut genäht werden, wie der Dammschnitt. Die Heilung bleibt aber gleich. Ist es für die Mutter aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich das Baby selbst herauszupressen oder muss die Geburt seitens des Kindes beendet werden, kann die Saugglocke angewendet werden. Dabei muss der Kopf des Fötus bereits recht tief ins mütterliche Becken eingetreten sein, denn wenn es die Beckenmitte noch nicht überwunden ist, muss ein Kaiserschnitt (Sectio caesarea) durchgeführt werden. Die Glocke haftet durch den erzeugten Unterdruck am Kopf des Kindes. Die Wehentätigkeit hilft bei der Entbindung mit einer Saugglocke. Alternativ kommt in dieser Situation die Geburtszange zum Einsatz.
Zangengeburt:
Die Geburtszange dient zur Beendigung der Geburt, wenn aus unterschiedlichen Gründen das Herauspressen des Kindes durch die Mutter nicht möglich ist, zum Beispiel wenn man zu erschöpft ist oder durch die PDA. Auch wenn die Herztöne des Kindes abfallen sollten, kommt die Zange zum Einsatz, weil es dann natürlich besonders schnell gehen muss. Eine Geburtszange besteht aus zwei gleichen Metallteilen (Blättern). Jedes Blatt besteht aus den Löffeln, die den kindlichen Kopf umfassen, dem Halsteil an dem sich der Zangenverschluss befindet, und den Griffen der Zange, die durch seitlich eingesetzte Zughaken beim Ziehen einen festen Halt bieten. Der Kopf des Kindes wird hierbei mit den beiden Zangenlöffeln umfasst und behutsam und sorgfältig, während einer oder mehrerer Wehen, hinausgezogen.
Voraussetzungen für eine Zangenentbindung
1. Vollständig eröffneter Muttermund.
2. Gesprungene Fruchtblase.
3. Kindlicher Kopf steht zangengerecht auf dem Beckenboden
Der Arzt muss bei einer Zangengeburt vorsichtig sein, damit das Baby nicht verletzt wird, aber machen Sie sich keine Gedanken, wenn es dazu kommen sollte, dass Ihr Baby auf diese Art auf die Welt geholt wird, sie wissen was sie tun und verstehen „ihr Handwerk“.
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