Reden Sie weniger über als mit den Kindern und achten Sie dabei auf die positive Formulierung der Aussagen.

Wenn ein Kind auf Entdeckungstour geht und Eltern Gefahren siehen, die man seinem Kind ersparen will, dann zählen Sie nicht die negativen Dinge auf die passieren können, sondern formulieren und verpacken Sie es so, das es das wie ein Lob auffast, also zum Beispiel sagt man das man froh ist das es so vorsichtig sei…

Kinder sind sehr mitteilungsbedürftig und erzählfreudig. Manchmal braucht es Zeit und Geduld, wenn man einem Kind zuhört, aber es ist sehr wichtig das sich die Zeit genommen wird und das man auch mal etwas hinterfragt, denn nur wenn Kinder sich ernst genommen fühlen, werden sie auch in Zukunft öfter mit Sorgen und Problemen und auch in glücklichen Momenten zu Ihnen kommen um sich und somit das erlebte mitzuteilen. Oft wird über die Kinder geredet, als wären sie gar nicht vorhanden. Aber wenn Kinder in der Nähe sind, und sei es nur im Nachbarraum oder im Flur, hören sie auch zu. Und so erfassen sie auch die Inhalte von Gesprächen, die sie gar nicht hören sollten.

Ich-Botschaften sind Aussagen wie: “Du machst mich noch verrückt!” oder “Du bist ein wirklich unerzogenes Kind!”, sollte man vermeiden, da dies sehr auf die Psyche des Kindes schlägt. Das heißt nicht das du man sich als Mama oder Papa alles gefallen lassen musst, aber es hilft seine Wut mit anderen Worten auszudrücken, wodrurch der „Streit“ erst gar nicht für alle Beteiligten unerträglich wird.

Mit Ich-Botschaften wie “Mich ärgert es jetzt aber wirklich, dass Du hier herumstehst.” oder “Ich weiß nicht was los ist, aber es macht mich wütend, wenn Du das tust.” , signalisierst man einem Kind das es im Streit nicht immer an allem alleine Schuld hat (da zum Streiten ja mindestens zwei gehören)
und es fühlt sich ernst genommen. Indem in Ich-Botschaften geschimpft wird, fühlt sich das Kind nämlich nicht als Person abgelehnt, sondern lernt, dass es sein Verhalten ist, dass Sie verärgert.

Sätze wie “Wenn du damit nicht sofort aufhörst, haben wir Dich nicht mehr lieb” werden von Kindern sehr ernst genommen und sie bekommen Angst etwas falsch zu machen. Deshalb beachte: egal was vorgefallen ist und wie schlimm es auch sein mag LIEBESENTZUG und NAHRUNGSENTZUG sind zu 100% die falschen Wege und müssen unterlassen werden!